Über_uns


Wir sind ein im Jahre 2012 in Köln gegründeter Verein junger Komponisten,
die es sich zum Ziel gesetzt haben, in ihren Kompositionen neben eigenen ästhetischen
Ansätzen auch solche des vergangenen Jahrhunderts zu reflektieren, die zum Teil allzu
schnell wieder verworfen oder nicht weiter verfolgt wurden.

Wir veranstalten und (mit)gestalten Konzerte – im Kölner Raum, aber auch außerhalb.
Wir sind neugierig auf das Land „jenseits des Tellerrands“. Zudem wollen wir ein Forum
auch für diejenigen Nachwuchskomponisten entstehen lassen, die aufgrund ihrer künstlerischen
Ausrichtung durch die etablierten Strukturen fallen. Weil wir nicht nur „die neue Musik“ im allgemeinen,
sondern auch und gerade ihre Macher fördern wollen – durch (Ur-)Aufführungen, Kontakte, Rat und Tat.
Wenn Ihr also Stücke habt, meldet Euch.

Wir möchten darüber hinaus verstärkt Kinder und Jugendliche auf die Neue Musik aufmerksam machen,
Berührungsängste nehmen und in die reichhaltige Klangwelt der zeitgenössischen klassischen Musik einführen.
Alle Mitglieder unseres Kollektivs sind auch pädagogisch engagiert – an Musikschulen, Gymnasien,
an Hochschulen oder privat.

Falls Sie noch mehr über zeitKlang wissen wollen, Anfragen oder Anregungen haben,
kontaktieren Sie uns einfach!



Mitglieder:

Martin Brenne

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Martin Brenne (*1984 in Ahaus) entwickelte während seines Studiums von Germanistik und Musik auf
Lehramt in Köln ein starkes Interesse an der Komposition. Von 2009 bis 2014 studierte er pädagogischen
Tonsatz an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Prof. Johannes Schild.
Er komponiert überwiegend Kammer- und Vokalmusik (u.a.
Kammermusikalische Metamorphosen" für Trompete,
Violine, Violoncello und Klavier (UA 2013), den Zyklus
L'aura" nach Texten von Francesco Petrarca (UA 2013)
und die Kurzoper
Forschungen eines Hundes" (UA 2013)).

Darüber hinaus arbeitet er als Texter und Librettist für verschiedene Kompositionen aus dem Kölner Raum
(u.a. das Singspiel
Kulturschock" (Musik: Paul Diemer, UA 2011), die Kinderoper Rumpelstilzchen"
(Musik: Andreas J. Winkler, UA 2013) oder den Zyklus
Vom alten Wesen" (Musik: Martin Jahnke, UA 2013)).

Martin Brenne hat seit 2016 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford und lebt in Köln.

WERKE (Auswahl):


 
Drei Männer in einem Boot. Vom Hund ganz zu schweigen. für Klavier
Die unbekannte Dritte für Streichorchester
Kammermusikalische Metamorphosen für Klavier, Violoncello, Viola, Violine und Trompete
Forschungen eines Hundes. Ein Singspiel nach Kafka.
Stücke für Chor nach Texten von Francesco Petrarca
Morgue (II) für Stimme und Klavier Liederzyklus




Martin Jahnke

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Martin Jahnke wurde 1983 in Simmerath / Eifel geboren. Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter
von acht Jahren bei Klaus Windlog, der ihm auch musiktheoretische Grundlagen vermittelte. Mit 14 Jahren
wurde er als Geiger ins Landesjugendorchester aufgenommen, wo er über zehn Jahre teilnahm, später auch
als Bratscher. Mit der Entscheidung, ein Musikstudium zu beginnen, nahm er im Alter von 17 Jahren
Klavierunterricht bei Johannes Pott, der auch die ersten Kompositionsversuche begutachtete
und das Komponieren förderte.

Mit dem Beginn des Lehramtsstudiums in den Fächern Musik an der HfMT Köln und Chemie an der
Universität zu Köln im Oktober 2003 ergaben sich viele neue Möglichkeiten zur Kammermusik, u.a.
im „Agnesquartett". Ergänzend zum Hauptfach Violine nahm er einige Semester Unterricht in Jazzvioline
bei Michael Gustorff. 2011 schloss er das Lehramtsstudium mit dem ersten Staatsexamen für
Gymnasien und Grundschulen ab.

Angeregt durch die musiktheoretischen Kurse im Lehramtsstudium insbesondere bei Wolfram Breuer,
Martin Herchenröder und Friedrich Jaecker folgte 2007 der Beginn des Kompositionsstudiums im Fach
„Künstlerischer Tonsatz" bei Prof. Friedrich Jaecker, das er im Sommer 2011 mit dem Diplom abschloss.
Gleichzeitig begann er als Violinlehrer 2007 an der Musikschule Papageno e.V. zu unterrichten und führte
dort Workshops in experimenteller Improvisation und Musiktheorie durch.
Seine vorwiegend instrumentalmusikalischen Werke für unterschiedliche Besetzungen vom Klaviertrio bis
zum Sinfonieorchester wurden von verschiedenen Ensembles uraufgeführt, u.a. vom Agnesquartett,
dem Landesjugendorchester NRW, der Sinfonietta 104 und der Bonner Kammersinfonie.

Die Werke Martin Jahnkes sind geprägt durch eine polystilistische Kompositionsweise, in der das Spiel mit
Klängen und Klangfarben sein wichtigstes Ausdrucksmittel ist. Seine Musik soll nie als Produkt theoretischer
Konstruktion verstanden werden, sondern als Ausdruck und Erfahrung. Dabei spielen die Expressivität und
Tragik eines Dmitri Schostakowitsch gleichermaßen wie die Innerlichkeit Morton Feldmann in die
Suche nach der Klanggestaltung hinein.
Zur Zeit arbeitet Martin Jahnke als Lehrer für Musik und Chemie am Inda-Gymnasium Aachen.


 
WERKE (Auswahl):

2005    
Nebelschwaden für Viola und Klavier
 
2006  
Capriccio und Fantasie für Streichorchester
Elomen für 7-stimmigen Frauenchor, nach einem Text von Hugo Ball (mit Magdalena Zimmermann)
 
2007     
Chinesische Impressionen für großes Orchester
Credo für gemischten Chor und Orgel (mit Magdalena Zimmermann)

2008    
Sinfonie Nr. 1 „Arven“ für Orchester
Streichquartett Nr. 1
 
2009
V für Schlagwerkensemble
Schatten für Flöte und Streichquartett
Sonnenwind für Ensemble
 
2010    
Trio Nr. 1 für Viola, Violoncello und Klavier
Der Kaukasus für Bariton und Streichquartett (nach einem Text von Caroline v. Günderode)
Ebene für Bariton und Schlagwerk (nach einem Text von Johannes Brobowski)
Rhapsodie für Viola und Orchester
 
2011    
„Schwarz und ohne Zucker“ Filmmusik für Sopransaxophon und Streichquartett zum gleichnamigen Kurzfilm von Onat Hekimoglu
Suche. Ziellos für Streichquartett, Streichorchester, Cembalo und große Trommel
Balz der Vögel im Morgentau für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
 
2013
Fanfare für Orchester  (Auftragswerk des VFL NRW für das Kinderorchester NRW)
 



Philipp Kronbichler

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Philipp Kronbichler (geb. 1980) stammt aus St. Pölten, Österreich und durchlief eine Ausbildung als
klassischer Konzertpianist in Salzburg, Wien und Köln bei Anton Czizek, Noel Flores und Klaus Oldemeyer.
In den letzten Jahren widmete er sich auch verstärkt der Kammermusik, sowie der Neuen Musik und
gründete zusammen mit der Kölner Pianistin Jovita Zähl das „pianoduo elaeis". Seit 2008 arbeitet er als
Lehrbeauftragter an der Kölner Musikhochschule und als Klavierlehrer an der Musikakademie Richert in
Köln/Mehrheim. Auftritte als Pianist und Komponist in u.a. in Wien, Salzburg, Köln und New York.

Bereits früh etablierte sich bei Philipp Kronbichler das Komponieren als zweiter künstlerischer Ausdruck,
das er 2004-2008 im Tonsatzstudium bei Prof. Friedrich Jaecker in Köln vertiefte.
Dort erhielt er auch entscheidende künstlerische Anregungen.

Kronbichlers Musik verbindet die Klangsinnlichkeit und den Humor der französischen Musik mit
kontrapunktischer Komplexität in der Reger-Nachfolge, sucht jedoch bisweilen auch die meditative
Ruhe und Einfachheit eines Morton Feldman oder Arvo Pärt. Als Komponist sucht er nach immer neuen
Wegen, diese divergierenden Standpunkte miteinander zu verbinden. Bisher entstanden vor allem
Klavier-, Orgel- und Kammermusikwerke


WERKE (Auswahl):


Werke für Klavier zu 2 Händen:
Etüde im II. Modus (2004)
Etüde im III. Modus (2005)
Fuge über B-A-C-H (2006)
Zirkelfuge (2007)
Enigma-Fuge (2008)
Toccata (2009)
Intermezzo quasi Fuga (2010)
Fuga Brevis (2010)
Minroud (2013)
 
Werke für Klavier zu 4 Händen/zwei Klaviere:
Danses (2009)
Variationen über ein Thema von Arvo Pärt (2012)
Sphinx für zwei Klaviere (2015)

Werke für Klavier zu sechs Händen:
Phantasie über ein Thema von Arvo Pärt (2009)
 
Werke für Orgel:
Chaconne über ein Thema von César Franck (2002)
Präludium, Passacaglia und Mediation (2003)
 
Werke für Violine und Klavier:
Kleine Sonate (2001)
Stille ist Klang ist Stille (2002)

Vokalwerke:
„Maria durch ein Dornwald ging" für (Mezzo)Sopran und Klavier (2004)
„Abschied" für Mezzosopran und Klavier (2007)
zeit-klang erlauschen (2013)
Nicht-mehren für gemischten Chor (2014)

Andere Besetzungen:
Streichquartett (2005)
Nocturne für Klarinette und Klavier (2015)
Fuga quasi toccata sopra un tema di Andreas Winkler (2017)
für Klavier, Violine und Tenorsaxofon




Andreas J. Winkler

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Andreas J. Winkler, geb. 1974 in Koblenz, begann seinen musikalischen Werdegang auf dem Klavier, das
lange Zeit sein Hauptausdrucksmittel war. Zur klassischen Musik gesellten sich bald Jazz und Rock, was in
eine über zehnjährige kreative Mitgliedschaft bei der Indie-Band „The Fluids" (1997-2008)
inklusive Touren in England und Spanien mündete.

2007-12 studierte er Komposition (Künstlerischer Tonsatz) bei Prof. Johannes Schild, 2008-11 außerdem
Musiktheorie (Pädagogischer Tonsatz) und Hörerziehung bei Prof. Friedrich Jaecker und
Burkhard Wepner an der HfMT Köln.

2014-16 war er Lehrbeauftragter für Musiktheorie bzw. Tonsatz, Gehörbildung und Analyse an der
Hochschule für Kirchenmusik der Ev. Kirche von Westfalen in Herford sowie an der HfMT Köln und der
HfM Würzburg. Seit Oktober 2016 ist er Senior Lecturer für Musiktheorie und
Gehörbildung am Salzburger Mozarteum.

Mit den ersten Kompositionen kam Andreas J. Winkler ziemlich früh „heraus", zunächst entstanden
Klavierwerke, dann kam es 1994 in Koblenz zur UA des Scherzo für Klavier und Orchester durch ein
Jugend-Projektorchester aus Petersburger und Koblenzer Musikern. Nach einer längeren bandbedingten
Pause wandte er sich ab 2004 wieder verstärkt der Kammer- und Vokalmusik zu und erlebte zahlreiche
UA seiner Stücke (u.a. Orchesterstück „Aber", Oper „Kein Wille geschehe", „Trois pièces lentes" in
Paris und Mannheim, UA des Klavierkonzerts im Juni 2015 mit Denis Ivanov und der Pitesti Filarmonia).

„Kraft und Farbe" ist das musikalische Credo Winklers. Er versucht, seinen unüberhörbaren Jazz-Einschlag
mit Klängen à la Stravinsky und Berg sowie zunehmend polyphoner Komplexität in Einklang zu bringen
und entdeckt dabei manch umbetretenen Seitenpfad.


WERKE: (Auswahl)

Für Klavier:

Klaviersonaten, Preludes etc. (vor 2007)
Klavierstücke: Trias, Toccata, Etüde (2008)
Präludien und Fugen für Klavier (2010)
Suite für zwei Klaviere (2011)
Klaviersonate (2015)
Prolegomena für Klavier zu vier Händen (2015)

Für größere Besetzungen:

Scherzo für Klavier und Orchester (1994)
„Stück für Orchester“ (2008)
Arrangement: D. Schostakowitsch, Klaviersonate h-Moll, op. 61, für großes Orchester (2009)
Größter Teil der Filmmusik zu TAUWETTER (Regie: Philipp Hönig, 2010)
Petite Suite
(zwei Fassungen: mittleres Orchester, 2009; als „Trois pièces lentes“ für Streichensemble ,2012)
„Aber“, Komposition für Orchester (2010)
Orchesterlieder „Wiederkehr der Schwalben“ nach Gedichten von Sabine Bergk (2013)
Klavierkonzert (2014)

Kammermusik und Lieder:

„Verzweiflung, Tod und Auferstehung“ (Phantasie für Violine und Klavier, 1994)
Oktett für Bläser und Streicher (2007)
II. Streichquartett (2009)
Regenlieder (Klavier + jeweils Flöte/Klarinette/Oboe) (2010)
III. Streichquartett (2010)
„Dialog“ für Violoncello und Klavier (2010)
Lieder nach Ingeborg Bachmann (2011)
Klavierquintett (mit Holzbläsern; 2014)
Solosonate für Violine (2012)
IV. Streichquartett (2012)
V. Streichquartett (2012)
Neue Lieder nach Rilke (2013)
„Großstadt-Elegie“ für drei Stimmen und Klavier (2013)
„38-7“ für Violine, Cello, Klarinette und Klavier zu vier Händen (2014)
„Lieder mit B“ (2014)
VI. Streichquartett (2014)
„Triptychon“ für Klavier, Saxofon und Violine (2015)
„Sommergesichter“, Zyklus für Sopran und Streichtrio nach Gedichten von Sabine Bergk (2015)
„Romantische Suite“ für Mezzosopran und Streichquartett (2016)
Streichtrio (2017)
„Was Kleines“ für Saxofon und Klavier (2017)

Bühnenwerke:

Oper: „Kein Wille geschehe“ (Libretto: Andreas Winkler, 2010)
Kinderoper „Rumpelstilzchen“ (Libretto: Martin Brenne, 2012)
Kammeroper „Die Verwandlung“ (Libretto: Andreas Durban, nach Franz Kafka, 2013)




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